Heute ist schon “annar í jólum”, der 2. Weihnachtstag.
Hier ein Auszug aus der Dekoration im Fenster meiner Wohnung in Kjalarnes.
Am Heiligen Abend gab es bei Jakobs Familie das schon im Vorherigen Artikel beschriebene Essen und ich kann nur sagen, dass Marias (Jakobs Vater) ein hervorragender Koch ist! Nach dem Essen war Bescherung. Wir haben fast 2 Stunden ganz langsam und in Ruhe ausgepackt. Das Geduldsspiel fuer Erwachsene, dass ich bekommen habe ging durch alle Haende; von Jakobs’ Schwestern habe ich ein islaendisches Kochbuch und Jakob die Schuerze dazu bekommen. Jakobs Mutter, Halla hat ein komisches gestricktes Dings bekommen, aber anstatt es an zu ziehen hat sie sich darin verhaeddert, sehr zur Freude der anderen.
Nach dem Auspacken haben wir eine islaendische Version von Activity gespielt. Spaeter in der Nacht sind wir dann zurueck in Jakobs Wohnung gebracht worden, wo wir noch gemuetlich mit Stebbi zusammen gesessen haben. Ich habe aus argentinischem Rotwein Gluehwein gekocht und wir haben die Geschichten vom Essen und der Bescherung aus den Familien erzaehlt.
Am ersten Weihnachtstag ausgeschlafen und neben Jakob aufgewacht. Weihnachtsfruehsteuck mit italienischem Schinken und islaendischen Pfefferkaese. Spaeter auf dem riesigen Bildschirm den Kinofilm “Kerlar sem Hata Konur” geguckt. Ein Schwedischer Film mit islaendischem Untertitel, der hier lange in den Kinos lief. Dann schick gemacht und Sachen gepackt. Jakobs Mama hat uns abgeholt und mich bis nach Kjalarnes gebracht. Jakob hat mit seiner Familie und Verwandschaft gegessen und ich habe mit Evelyn gekocht. Einen Lammbraten mit ueber 2 Kilo. Der war leider zu gross fuer unsere Töpfe. Also ab zum Nachbarn: “Hallo, frohe Weihnachten, habt ihr nen grossen Topf?” Etwa 3 Minuten spaeter: “Hallo hier ist euer Topf, habt ihr nen noch grösseren?” Mit einem riesigen gusseisernen Ding von Anno Tuk zurueck in die Kueche und diesmal hatte auch der riesege Lammbraten genug Platz. Nach gut 2 Stunden gab es dann traditionelles islaendischens Weihnachtsessen:
Hangikjöt = Lammfleisch ueber Buchenrauch geraeuchert (der grosse Braten)
Karoffeln
Rotkohl
und suesse weisse Sauce nach islaendischem Rezept
Nachtisch: eine Riesenpackung Pralinen, ich ich vom Kindergarten als Weihnachtsgeschenk bekommen habe, sowie Lebkuchen aus Deutschland und 4 Sorten Plaetzchen, die Evelyns Mama gebacken und aus der Schweiz geschickt hat.
Nach dem ausgiebigen Essen gab es nochmal Bescherung, weil Evelyn ihre Geschenke noch nicht ausgepackt hatte.
Heute, am 2. Weihnachtstag wieder ausgeschlafen und schoen gefruehstueckt. Nach dem Fruehstuek Kaffee und Plaetzchen auf denTisch und Einen ruhigen Tag mit deutschen und islaendischen Weihnachtsliedern und warten auf den Besuch von Tine, die bis zum 5. Januar hier sein wird.


